Gemeinsames Erinnern mit Freunden in Valognes

Die Partnerstadt Stolbergs lädt zum Gedenken an den „D-Day“ ein. 42 Kupferstädter erinnern sich gemeinsam mit Franzosen an die Landung der Alliierten.

Von Stefan Schmitz

Stolberg/Valognes. Schon 70 Jahre ist es her, dass die Alliierten in der Normandie landeten, um Europa vom Nationalsozialismus zu befreien. Zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie folgten nun auch 42 Stolberger einer Einladung der Stadt Valognes. Das dortige Partnerschaftskomitee der normannischen Partnerstadt von Stolberg hatte zum Gedenktag geladen.

Valognes liegt rund zehn Kilometer entfernt von Sainte-Mère-Eglise, wo in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 amerikanische Fallschirmspringer landeten und damit die Operation „Overlord“ einleiteten, mit der die West-Alliierten Frankreich vom Nationalsozialismus befreiten und dazu beitrugen, den zweiten Weltkrieg schließlich zu beenden. Der „Decision Day“ oder „D-Day“ war der Beginn einer zweiten Kriegsfront gegen die Nationalsozialisten der Anti-Hitler-Koalition der Staatsoberhäupter Josef Stalin, Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt. Die Operation „Overlord“ bezeichnet die Landung von Alliierten an der Küste der Normandie – ein Teil des „D-Days“. Valognes hat heute rund 7050 Einwohner.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten die deutschen Teilnehmer der vom Partnerschaftskomitee Stolberg-Valognes organisierten Fahrt am vergangenen Pfingstwochenende mit ihren französischen Freunden zahlreiche Gedenkorte des „D-Day“ gemeinsam besuchen.

Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch vom sogenannten Utah-Beach, dem westlichsten Strandabschnitt der Operation „Overlord“, an dem ab dem 6. Juni 1944 amerikanische Streitkräfte vom Meer aus landeten, um sich an Land hinter die deutschen Linien zu kämpfen.

Auch Azeville besucht

Ebenfalls zum Programm der Stolberger gehörte eine Führung durch die heute noch sehr gut erhaltene und erst vor Kurzem restaurierte Heeres-Küstenbatterie Azeville, die als ein typischer Bau des deutschen „Atlantikwalls“ gilt. Der Atlantikwall war eine 2685 Kilometer langer Küstenabschnitt, auf dem Deutschland verstärkt Anlagen zur Verteidigung einrichtete, um sich auf einen möglichen Gegenschlag der Alliierten vorzubereiten.

Ein weiterer wesentlicher Höhepunkt der Stolberger Normandie-Reise, war die Teilnahme an einer Gedenkfeier auf der deutschen Kriegsgräberstätte „La Cambe“ im Beisein von staatlichen und militärischen Vertretern aus Deutschland, Frankreich, den USA, England und den Niederlanden.

Gedenken an Gefallene

Der deutsche Soldatenfriedhof nahe der Stadt Bayeux ist die Ruhestätte von mehr als 21 000 deutschen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben ließen, und stellt damit den größten deutschen Friedhof in der Normandie dar. Die Diplomatie bezeichnete Dr. Susanne Wasum-Rainer, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich, als einen ganz wesentlichen Baustein des Friedens in Europa.

Kränze niedergelegt

Die deutsch-französische Freundschaft sei ein brillantes Beispiel dafür. „Ich freue mich, dass heute die Nationen dabei sind, die sich damals kriegsführend feindlich gegenüber standen“, betonte Markus Meckel, Präsident des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Als Vertreterin der Kupferstadt Stolberg wurde die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen anschließend zu einer feierlichen Kranzniederlegung als Gedenken an die Toten eingeladen. Bei einem Empfang im Rathaus von Valognes betonte der Bürgermeister der Stadt, Jacques Coquelin, die historische Bedeutung des Monats Juni 1944 für die Stadt Valognes. Nach dem „D-Day“ kam es zu erheblichen Zerstörungen der historischen Bauten in der Innenstadt durch verstärkte alliierte Luftangriffe, bis am 21. Juni 1944 Valognes schließlich von der vierjährigen deutschen Besatzung befreit werden konnte.

Dr. Stefan Schmitz bedankte sich als Vorsitzender des Stolberger Partnerschaftskomitees für die großzügige Gastfreundschaft, insbesondere für die Unterbringung aller deutschen Teilnehmer in französischen Gastfamilien.

Bald Gegenbesuch

Der Präsident des Partnerschaftskomitees Valognes-Stolberg, André Aze, freute sich, den Stolberger Bürgermeister von 1990 begrüßen zu können, Wolfgang Hennig, ohne den die Partnerschaft zwischen beiden Städten nicht zustande gekommen wäre. Kommendes Jahr soll das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit einem Gegenbesuch gefeiert werden. Im Rahmen des Altstadt-Festes sind die diesjährigen Gastgeber aus Valognes herzlich in die Kupferstadteingeladen.

„Ich freue mich, dass heute die Nationen dabei sind, die sich damals feindlich gegenüber standen.“

Markus Meckel, Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge

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Deutsche und Franzosen feiern gemeinsam die Befreiung

Deutsche und Franzosen feiern gemeinsam die Befreiung

Stolberger nehmen D-Day zum Anlass einer Reise in die Normandie. Association Valognes-Stolberg bietet anspruchsvolles Programm.

Stolberg/Valognes. In einem schönen Bus mit Motiven von Aix-la-Chapelle sind 42 Stolbergern in die Partnerstadt Valognes gereist. Anlass der Reise: der 70. Jahrestag der Landung der Alliierten – der sogenannte D-Day – in der Normandie.

Zu den dreitägigen Feierlichkeiten waren viele Besucher aus den Ländern der ehemaligen Alliierten in die Normandie gereist und dementsprechend waren bereits seit Monaten alle Unterkünfte ausgebucht, Straßen waren verstopft oder sogar gesperrt. Schließlich trafen bekanntlich auch 19 Staatsoberhäupter in Ouistreham zu einer offiziellen Feierstunde ein. Dabei war sogar eine Zeitzeugin: Königin Elisabeth II. von Großbritannien hatte im Zweiten Weltkrieg als Sanitätsoffizier gedient.

Die Association Valognes-Stolberg hatte ein sehr anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Als erstes war die Besichtigung des Hotels de Beaumont geplant. Die heutige Besitzerin, die Comtesse de Courtils, führte die Stolberger Gruppe selbst und erläuterte anschaulich die Vor- und Nachteile des Lebens im 17. und 18. Jahrhundert. Danach erwartete der soeben wiedergewählte Bürgermeister Jacques Coquelin die Delegation aus der Partnerstadt im Rathaus. Jacques Coquelin begrüßte alle Anwesenden, darunter auch die Gastfamilien und Karina Wahlen als stellvertretende Bürgermeisterin, sowie die Partnerschaftskomitee-Vorsitzenden Dr. Stefan Schmitz und André Aze und den früheren Bürgermeister Wolfgang Hennig, der in seiner Amtszeit die Städtepartnerschaft mit Valognes begründet hat.

„Der 6., 7. und 8. Juni sind Tage der Besinnung für uns in Valognes, denn wir haben sehr unter den Bombardierungen der Alliierten an diesen drei Tagen gelitten und einen hohen Tribut für den Frieden in Europa bezahlt. Wir werden daher nicht am D-Day, sondern am 22. Juni ein Fest des Friedens feiern und der 300 Zivilisten gedenken, die ihr Leben bei der Bombardierung und nachfolgenden Befreiung von Valognes am 20. Juni 1944 verloren haben.“

Für das Fest am 22. Juni sprach Jacques Coquelin eine Einladung an den frisch gewählten Bürgermeister von Stolberg, Tim Grüttemeier, aus, diesem Friedensfest beizuwohnen. Karina Wahlen bedankte sich in ihrer Rede für die Einladung und erinnerte an das Geschehen am 6. Juni 1944, als der Grundstein gelegt wurde, um Europa – und das heißt auch Deutschland – vom Naziterror zu befreien und einen Neuanfang bis zur Europäischen Union zu ermöglichen.

Die Gruppe fuhr zum berühmten Utah Beach, einem der Landungsstrände der Alliierten im Juni 1944. Dabei fiel auf, dass sehr viele Menschen in Uniformen und Militärfahrzeugen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs unterwegs waren, die offenbar ein gemeinsames Hobby haben: die Landung der Alliierten und die Befreiung Frankreichs nachzuspielen. Der strahlend blaue Himmel wurde immer wieder von Militärflugzeugen, Helikoptern und Fallschirmspringer „bevölkert“. Es war ein besonderes Erlebnis, so viele Nationen vereint zu sehen, obwohl die meisten Akteure altersmäßig das Geschehen kaum selbst erlebt haben können.

Die Batterie von Azeville, zwischen 1941 und 1944 von der Todt-Organisation als Teil des Atlantikwalls in Frankreich errichtet, war nächstes Ziel der Stolberger Grup­pe. Schon in der Nacht vom 5. zum 6. Juni 1944 versuchten alliierte Fallschirmspringer, diese Batterie einzunehmen, jedoch vergeblich. Erst am 9. Juni 1944, nach erbitterten Kämpfen und pausenloser Bombardierung, musste sich die Besatzung ergeben. Bemerkenswert die Tarnung: Sie wurden als normannische Häuser bemalt.

Der Höhepunkt der Reise war eine offizielle Zeremonie am 8. Juni, die auf dem deutschen Soldatenfriedhof La Cambe, 50 Kilometer von Valognes entfernt, stattfand. Dort ruhen über 21 000 deutsche Gefallene. Damit ist La Cambe der größte deutsche Friedhof in der Normandie. Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern“ halfen hier in La Cambe zum ersten Mal Jugendliche aus mehreren Nationen dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei der Anlage einer Kriegsgräberstätte in Frankreich.

Die Deutsche Botschafterin in Frankreich und der Präsident des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge hielten bewegende Ansprachen zum Jahrestag und wiesen darauf hin, dass dies der Preis für unser heutiges Leben in Frieden und gutem nachbarschaftlichen Verhältnis der Völker Europas war. Allerdings sind in La Cambe auch Kriegsverbrecher und SS-Leute beigesetzt. Nach den Ansprachen wurden feierlich Kränze niedergelegt – auch ein Kranz der Stadt Stolberg.

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Kein Tetrapack bei Sauce Hollandaise

Kein Tetrapack bei Sauce Hollandaise

Französisch kochen mit dem Partnerschaftsverein

Stolberg. Eine kalte, eine warme Vorspeise, deftiges Buffet zur Hauptspeise und – nicht zu vergessen – der krönende Abschluss: das Dessert. Alles selbst zubereitet, um die französische Küche auch in Stolberg zu erleben. Dazu veranstaltete das Partnerschaftskomitee Stolberg-Valognes den beliebten Kochkurs mit typisch französischen Gerichten, um auch in Stolberg der ausländischen Kultur nahezustehen.

Der jüngste Ausflug fand Pfingsten statt; der Verein unternimmt allerdings auch viel gemeinsam vor Ort – in Form von Kochkursen, Bouleturnieren und anderen Veranstaltungen.

Der französisch inspirierte Verein ließ sich vergangenen Freitag von dem erfahrenen belgischen Koch Joseph Meesters beim Zubereiten der Gerichte Tipps und Feedback geben. Dabei sind es Dinge aus dem Alltag, wie das Schneiden einer Zwiebel, die Meesters vorführt. „Jeck“ nennen das die Stolberger.

Die Vorspeise „Wachtelbrüste und Wachteleier“ seien typisch für die Normandie, informiert der Koch, der selbst zugibt, dass er schon einiges aus den Restaurantmenüs während seiner Aufenthalte in Frankreich abgeguckt habe. Ungefähr 15 Abende im Jahr gibt der Belgier Kochkurse im Helene-Weber-Haus. Darunter sind nicht nur französische, sondern auch spanische, türkische oder die ebenso beliebten belgischen Kochkurse, bei denen mit Bieren des Nachbarlandes gekocht wird.

Das Besondere an Kochkursen? Die Kommunikation bei der Absprache und beim Austausch mit den anderen Hobbyköchen. Hier kommt man der Vielfalt näher, und das Kochen macht im Team sowieso mehr Spaß.

Bei den Franzosen darf als typische Hauptspeise die Ente nicht fehlen. Wie man eine Ente in Frankreich jedoch richtig serviert, weiß kaum jemand der Teilnehmer. Joseph Meesters erklärt: „Auf jedem Teller sollte ein Stück Knochen, also die Keule und eine Brust der Ente liegen.“ Der passende französische Wein kommt sogar aus der Stolberger Altstadt und wird von Cristian Clement zum Anlass zugestellt. Der krönende Abschluss sind die mit Crème brûlée gefüllten Bratäpfel, die den Köchen einen Vorgeschmack auf Weihnachten geben. „Die Franzosen machen sich viel mehr Mühe beim Kochen, weil sie das genießen, bei uns würde sich die Arbeit nicht lohnen, denn wir sitzen keine Stunden am Esstisch“, lautet das Fazit einer älteren Dame. Das Menü ist den Stolbergern mit Hilfe des belgischen Kochs jedenfalls sehr gut gelungen. Nächster Termin zum französischen Kochen: 22. November im Helene-Weber-Haus. (ani)

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Sieg des FN im zweiten Anlauf noch verhindert

Sieg des FN im zweiten Anlauf noch verhindert

Hohe Stimmenanteile von Le Pens Front Nationalim ersten Durchgang haben aufgeschreckt. Vielestimmen im zweiten Wahlgang für Republikaner.

Stolberg. Bei den Stichwahlen der Kommunalwahlen in Stolbergs französischer Partnerstadt Valognes ist der in vielen Städten befürchtete Rechtsruck mit einem Erfolg der Partei Front National ausgeblieben. Bei einer deutlich höheren Wahlbeteiligung als im ersten Wahlgang landete der Front National erneut nur auf dem dritten Platz.

Knapper Sieger in Valognes war die konservative Liste mit gerade einmal 46 Stimmen vor den Sozialisten. Dieser Wahlausgang entspricht dem Ergebnis auf Regionalebene. Valognes gehört zur Region Normandie, wo die konservative Liste mit einem hauchdünnem Vorsprung von nur 0,35 Prozent vor den Sozialisten gewonnen hat.

Aufgrund des französischen Wahlrechts verfügt der Wahlsieger aber über eine stabile Mehrheit im 102 Sitze umfassenden Regionalparlament in Rouen. So kommt die Konservative Liste trotz des knappen Sieges auf 54 Sitze, während die Sozialisten nur halb so viele Abgeordnete stellen werden (27 Sitze). Hier die genauen Ergebnisse im Einzelnen: Valognes, Ergebnisse 2. Wahlgang bei einer Wahlbeteiligung von 57,02 Prozent. Hervé Morin, Liste d‘Union de la droite 40,69 Prozent (1178 Stimmen), Nicolas Mayer-Rossignol, Liste d‘Union de la gauche 39,10 Prozent (1132 Stimmen), Nicolas Bay, Liste du Front national 20,21 Prozent (585). In der Region Normandie stimmten im 2. Wahlgang 59,08 Prozent der Wähler ab: Liste d‘Union de la droite 36,43 Prozent (495 591 Stimmen), 54 Sitze im Regionalparlament, Liste d‘Union de la gauche 36,08 Prozent (490 840), 27 Sitze. Liste du Front national, 27,50 Prozent (374 089), 21 Sitze.

In der Partnerstadt Faches Thumesnil hatte beim ersten Wahldurchgang Le Pen (Front National) mit 28,22 Prozent geführt. Beim zweiten Durchgang kam FN auf 30,21 Prozent, die Union der Rechten holte 69,79 Prozent. Wie Gisela Kopp vom Partnerschaftskomitee weiter mitteilte, hatte die Union diesen Erfolg vor allem, weil die Sozialisten diesmal nicht antraten und ihren Wählern empfohlen hatten, stattdessen die Republikaner zu wählen. Die Wahlbeteiligung betrug 62,43 Prozent.(oha)

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Schweigeminute – eine Stadt hält inne

Verwaltung, Polizei und Schulen gedenken der Opfer von Paris. Muslimische Gemeinde sehr betroffen. Mailkontakt zu Partnerstädten.

Von Laura Beemelmanns

Stolberg. Ganz Europa verstummte am gestrigen Montag. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union riefen jeden einzelnen EU-Bürger zu einer Schweigeminute auf. Um zwölf Uhr schwiegen Menschen auf dem gesamten Kontinent; standen Bahnen still; blieben Telefone stumm. Und auch in der Kupferstadt wurde der Pariser Terror-Opfer von Freitag gedacht.

Die Feuerwehr änderte bereits am Samstag das Profilbild auf ihrer Facebook-Seite. Die Farben Gelb und Rot unter dem Feuerwehr-Schriftzug wichen Schwarz und Grau. Eine Schweigeminute sei laut Sprecher Michael Konrads jedoch nicht geplant gewesen. Auf Anordnung des Ministeriums haben sie allerdings vor der Wache die Stadtflagge und eine französische Flagge auf Halbmast gehisst. Und auf dem Polizeirevier in der Mauerstraße schwiegen die Beamten – soweit es möglich war.

„Seite an Seite“

Die Stadtverwaltung hatte laut Stadtsprecher Robert Walz ebenfalls angeregt, dass sich jeder im Rathaus an der Schweigeminute beteiligt. „Eine Dienstverordnung gibt es allerdings nicht“, sagte Walz. Und auch vor dem Rathaus wurden eine französische und eine deutsche Flagge auf Halbmast gehisst.

Zudem stehe die Stadt bereits mit den französischen Partnerstädten Valognes und Faches-Thumesnil in Kontakt. „Es gehen Briefe an die Bürgermeister beider Städte raus“, sagte Walz. Darin geschrieben stehe unter anderem, dass es auch ein Anschlag auf uns als Europäer sei und dass die Stolberger in Gedanken bei ihren Partnerstädten seien. „Wir stehen Seite an Seite“, sagte Walz.

Bürgermeister Tim Grüttemeier fügte hinzu: „In tiefer Anteilnahme sind unsere Gedanken in diesen Tagen der Trauer bei unseren französischen Freunden, die zum wiederholten Male in diesem Jahr Opfer von Gewalt und Terror geworden sind. Es ist schwer, angesichts dieser Aggression die richtigen Worte zu finden. Doch ich bin der festen Überzeugung, dass wir Europäer dem Hass und der Verblendung der Attentäter unsere Grundwerte von Freiheit, Toleranz und Solidarität entgegenhalten müssen. Diese Grundwerte machen uns verletzlich. Diese Grundwerte machen uns stark. Ich wünsche allen Franzosen, vor allem den Menschen in Paris und unseren Partnerstädten Faches-Thumesnil und Valognes, Kraft und Stärke in diesen schweren Zeiten. Als überzeugte Europäer stehen wir an ihrer Seite. “

Erol Kilic, Erster Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde Ditib, ist ebenfalls tief getroffen. „Was dort passiert ist, ist schlimm. Alle Arten von Gewalt und Terrorismus sind nicht akzeptabel. Und das hat auch nichts mit dem jeweiligen Glauben zu tun“, sagte Kilic. Niemand dürfe wegen seines Glaubens oder Lebensstils angegriffen werden. Kilic betonte: „Der Islam ist dagegen. Es steht geschrieben, dass niemand einen Menschen töten darf. Das, was dort unter dem Namen ,Islamischer Staat‘ passiert, hat nichts mit dem Islam zu tun. Wir haben alle das gleiche Ziel – wir sind gegen den Terror“, sagte er. „Wir brauchen die Unterstützung unserer deutschen Nachbarn. In den Moscheen wollen wir die Jugendlichen zu guten Muslimen erziehen. Denn wir Muslime werden oft als Terroristen angesehen. Das ist nicht so und das tut doppelt weh“, sagte er.

In diesen Tagen gingen und gehen zudem immer noch sehr viele E-Mails in Richtung Frankreich. Auch Stefan Schmitz, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Stolberg-Valognes, steht in intensivem Kontakt mit André Aze, seinem französischen Pendant. „Wir hatten auch vor dem Anschlag schon Kontakt. Denn wir wünschten uns für das Länderspiel gegenseitig einen guten Verlauf“, sagte Schmitz. Per E-Mail versuchten sie dabei, einen Termin für das Treffen zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft in Valognes zu finden. Am 3. Oktober feierten die Partnerstädte in Stolberg. Aber auch in Valognes soll es noch einen Festtag geben. „Geplant war ein Wochenende der Tour de France. Das haben wir nun aber verschoben“, sagte Schmitz. „Das ist alles sehr traurig. Wir haben den Franzosen unser Mitgefühl ausgesprochen und gesagt, dass die Flaggen auch in unserer Stadt auf Halbmast gehisst sind. Sie nehmen die Anteilnahme aus Deutschland sehr positiv auf“, sagte Schmitz.

Gespräche mit Schülern

Der Schweigeminute schlossen sich auch einige Stolberger Schulen an. In der Propst-Grüber-Schule nahmen alle Schüler daran teil. „Wir werden das auch stufenweise in einer Schulstunde thematisieren“, sagte der kommissarische Schulleiter Christoph Dickeler. In der Städtischen Realschule I gab es auch eine Schweigeminute zum Gedenken der Opfer. „Je nach Bedarf der Schüler sprechen wir auch über die Geschehnisse von Freitag“, sagte Schulleiterin Silvia Müller-Gröls. Beim Goethe-Gymnasium gab es laut Schulleiter Bernd Decker keine Schweigeminute. Die Ereignisse wurden allerdings in den Klassen besprochen.

In der Städtischen Gesamtschule fand gestern eine ganztägige pädagogische Konferenz der Lehrerschaft statt. Daher waren keine Schüler vor Ort. „Wären die Schüler an diesem Tag hier gewesen, hätten wir die Schweigeminute auch mit ihnen gemeinsam eingelegt“, sagte Schulleiter Helge Pipoh. Doch auch die Lehrer schwiegen um Punkt zwölf Uhr. „Wir werden die Thematik heute auch im Unterricht ansprechen, wenn die Schüler wieder da sind“, sagte Pipoh. In der KGS in Atsch wurde ebenfalls eine Minute lang an die Opfer des Terrors gedacht. Allerdings nur in den beiden vierten Klassen.

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Stolberg ist „Europaaktive Kommune“

Stolberg ist „Europaaktive Kommune“

Auszeichnung in Düsseldorfer Staatskanzlei durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verliehen. Grund ist: Stadt hat sich europaweit engagiert.

Stolberg. Die Stadt Stolberg darf ab sofort den Titel „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ tragen. Eine entsprechende Urkunde wurde Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier am Mittwochmorgen bei einem Besuch der Staatskanzlei in Düsseldorf von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ausgehändigt.

Gemeinsam mit Stolberg wurden drei weitere Städte für ihr Engagement auf europäischer Ebene ausgezeichnet: Oberhausen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Xanten. Zwei Sonderpreise gingen Kerpen und Gevelsberg.

Die Stadt Stolberg war der Jury aufgefallen insbesondere durch die inhaltliche Zusammenarbeit mit anderen Städten im Ring der Schmiedestädte. In der ausgezeichneten Stadt Oberhausen war in den Augen der Jury besonders innovativ das Büro für Interkulturalität. In Mülheim a. d. Ruhr gibt es eine sehr intensive europapolitische Vernetzung der Stadt durch die Stadtspitze und durch die europapolitischen Sprecher der Fraktionen des Stadtrats. Bei Xanten wurde der strategische Nutzen der Partnerschaft mit einer französischer Stadt durch die Zusammenarbeit des archäologischen Parks bzw. Museums beider Städte gewürdigt.

Die Jury vergab darüber hinaus zwei Sonderpreise. Sie gingen an: Kerpen in der Kategorie „Leben und Lernen“ als besonders gutes Beispiel für eine Erinnerungskultur. Die Stadt Gevelsberg erhielt den Sonderpreis in der Kategorie „Vernetzen und Mitreden“ für ein beispielhaftes Zusammenwirken der haupt- und ehrenamtlichen Städtepartnerschaftsaktivitäten in Europa.

Zum dritten Mal vergeben

Damit wird die Auszeichnung „Europaaktive Kommune“ im Jahr 2015 zum dritten Mal vergeben. Zusammen mit den Preisträgern aus diesem Jahr gibt es jetzt in NRW insgesamt 36 Europaaktive Kommunen. Die ausgezeichneten Kommunen erhalten eine Plakette, die an einem sichtbaren Ort angebracht werden kann.

Die Auszeichnung wurde von der Landesregierung gemeinsam mit der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn und der Bertelsmann Stiftung entwickelt und wird jährlich vergeben. Stichtag für die Bewerbungen ist jeweils der 9. Mai.

Im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung in der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei hat Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier die Auszeichnung für Stolberg als Europaaktive Kommune von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft entgegengenommen. Begleitet wurde er von einer insgesamt achtköpfigen Delegation, bestehend aus Mitgliedern der Verwaltung und europapolitsch engagierten Vertretern der Bürgerschaft. Die Reise nach Düsseldorf hatten mit angetreten der Technische Beigeordnete, Tobias Röhm, der Abteilungsleiter städtische Veranstaltungen, Jürgen Gerres, der Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Robert Walz, Gisela Kopp vom Partnerschaftskomitee Faches Thumesnil, Dr. Stefan Schmitz vom Partnerschaftskomitee Valognes, der Schulleiter des Goethe Gymnasiums, Bernd Decker und „Stadtschmied“ Adi Radermacher. Begrüßt wurde die Stolberger Delegation auch vom CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wirtz.

„In Stolberg ist Europa kein abstraktes Gebilde sondern für jeden erfahrbar.“, erklärte Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier bei der Preisverleihung. „Unsere Partnerschaftskomitees pflegen die Kontakte zu unseren Freunden in Frankreich, das Goethe Gymnasium macht als Europaschule die EU für die nachwachsenden Generationen greifbar, und im Ring der europäischen Schmiedestädte knüpfen wir neue Kontakte. Ich freue mich, dass das Land NRW die vielfältigen Aktivitäten insbesondere aus der Stolberger Bürgerschaft durch die Auszeichnung würdigt“, betonte Grüttemeier, nachdem er die Urkunde aus der Hand von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft entgegen genommen hatte.

„In Stolberg ist Europa kein abstraktes Gebilde, sondern für jeden erfahrbar.“

Tim Grüttemeier,
Bürgermeister

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Festgottesdienst mit allerlei Städtepartnern

Festgottesdienst mit allerlei Städtepartnern

Anlässlich des Erntedankfestes und des 25. Tages der deutschen Einheit fand am Wochenende ein ökumenischer Festgottesdienst in der Kirche St. Josef Donnerberg statt. Ein weiterer Grund für die Feierlichkeiten war das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit den Städten Stolberg im Harz, Valognes und Faches-Thumesnil in Frankreich. Unter den Besuchern waren unter anderem auch die Vertreter der Partnerschaftskommittees, Mitgereiste aus Frankreich und dem Harz und Bürgermeister Tim Grüttemeier. Die sehr gut gefüllte Kirche – mit vielen Besuchern aus den Partnerstädten – machte das Interesse der Gemeinde an diesem Festgottesdienst mehr als deutlich. Gehalten wurde der Gottesdienst von Pfarrer Hans-Rolf Funken. Pfarrer Andreas Hinze aus der evangelischen Gemeinde hielt die Predigt des Gottesdienstes. Und auch Pastor Dieter Grode, ebenfalls aus der evangelischen Gemeinde, war Teil des ökumenischen Gottesdienstes.Foto: S. Henke/(shh)

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Ein Tag der Einheit und der Freundschaft 5.10.2015

Ein Tag der Einheit und der Freundschaft

Kupferstadt feiert 25 Jahre Wiedervereinigung und die ebenso lange währenden guten Beziehungen mit Valognes, Stolberg im Harz und Faches-Thumesnil

Von Dirk Müller

Stolberg. Es hat viele ergreifende Momente an diesem besonderen Tag gegeben, wobei der große Zapfenstreich im Fackelschein das würdige Finale der Feierlichkeiten darstellte. Spätestens als am Samstagabend die deutsche Nationalhymne und die Marseillaise erklangen, wurden die zahlreichen Anwesenden sich der Deutschen Einheit und des Europäischen Gedankens sehr emotional bewusst.

Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg sowie die städtischen Musikzüge der Feuerwehren Stolberg und Eschweiler vollendeten mit der andächtigen Zeremonie einen Tag voller Festakte, an dem in der Kupferstadt das 25-jährige Bestehen der Deutschen Einheit sowie der drei Städtepartnerschaften gefeiert wurden. Selbstverständlich mit den Freunden aus Stolberg im Harz und den französischen Partnerstädten Faches-Thumesnil und Valognes. Zum ersten Festakt hatte die Verwaltung der Kupferstadt schon für den Mittag 250 Gäste in das Museum Zinkhütter Hof eingeladen.

Mit „Bonjour“ und „Hallo“

Als die Delegation aus Valognes die Gesellschaft komplettierte, wurde sie standesgemäß empfangen – unter großem „Bonjour“ und „Hallo“ und zu den Klängen des 25-köpfigen Orchesters aus Faches-Thumesnil, das mit seinem facettenreichem Repertoire glänzte. An europäisch gemischten Tischen ließen Franzosen sowie Harzer und rheinländische Stolberger sich ein Vier-Gänge-Menü munden, bevor Vertreter der vier Städte den „Baum der Freundschaft“ an der Villa des Museums Zinkhütter Hof pflanzten.

Am Abend waren dann alle Stolberger in das Museum eingeladen, und viele Bürger wohnten den Feierlichkeiten bei. Die Gäste, zu denen auch zahlreiche Vertreter aus der Politik zählten, erlebten herzliche Reden der Bürgermeister, in denen gegenseitige Einladungen ausgesprochen und nach denen Geschenke ausgetauscht wurden. Der Kupferstädter Bürgermeister freute sich über Gemälde vom Rathaus in Valognes und der Landschaft um Faches-Thumesnil, ein Buch über Stolberg im Harz sowie über typische Spezialitäten der jeweiligen Regionen.

Doch nicht nur Calvados und Harzer „Feuerstein“ wechselten die Besitzer, denn die aus der Ferne Angereisten wurden ihrerseits mit Körbchen beschenkt, die neben Printen auch Ketschenburger Bier und den „Eifelwhisky“ Els enthielten. Feierlich unterzeichneten die Bürgermeister die jeweiligen Partnerschaftsurkunden neu, und für Gänsehaut sorgte die Combo der „Crack Field Stompers“ vom Ritzefeld-Gymnasium unter anderem mit einer gefühlvollen Interpretation der Europahymne „An die Freude“ in deutscher wie französischer Sprache.

Den Köpfen der Partnerschaftskomitees in Valognes, Faches-Thumesnil und Stolberg im Harz dankte Tim Grüttemeier für ihr Engagement, indem er ihnen große Kupfertaler verlieh, die der Stolberger Kunstschmied Adi Radermacher angefertigt hatte.

Nach dem offiziellen Teil des Abends blieb den Gästen und Gastgebern bis zum großen Zapfenstreich noch reichlich Zeit, ins Gespräch zu kommen und sich rege auszutauschen. Und das war auch gut so, denn „persönliche Kontakte zu pflegen, ist für mich das Wichtigste an der Städtepartnerschaft“, sagte etwa Reinhard Mann aus Stolberg im Harz. Der 58-Jährige beschrieb auch, was die Wiedervereinigung für ihn bedeute: „Die Einheit Deutschlands steht für Freiheit, Demokratie und Frieden in Europa.“

Die Deutsche Einheit sei für sie kein abstraktes Konstrukt, sondern werde mit der Partnerschaft der beiden „Stolbergs“ gelebt, betonten derweil Elke und Erich Hora aus dem Harz.

„Die Wiedervereinigung bedeutet uns sehr viel. Ohne die Einheit hätten wir die rheinische Mentalität nicht kennengelernt, viele Freundschaften und schöne Eindrücke nicht gewonnen“, sagte Elke Hora, die mit ihrem Mann schon zum neunten Mal die Kupferstadt besuchte.

Beide waren von den Feierlichkeiten, die „ganz toll organisiert sind“, begeistert. „Wir sind wirklich sehr gerne hier, aber es ist ebenso schön, dass die rheinländischen Stolberger uns auch gerne im Harz besuchen kommen“, meinte Erich Hora.

„Ohne die Einheit hätten wir die rheinische Mentalität nicht kennengelernt, viele Freundschaften und schöne Eindrücke nicht gewonnen.“

Elke Hora aus Stolberg/Harz

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Gastfamilien für Besuch aus Valognes gesucht

Gastfamilien für Besuch aus Valognes gesucht

Die 25-jährige Städtepartnerschaft zwischen Stolberg und Valognes soll gebührend gefeiert werden

Stolberg. Gastfamilien werden gesucht: Vom 2. bis zum 4. Oktober wird das 25-jährige Partnerschaftsjubiläum Stolberg-Valognes mit dem Besuch von circa 50 Gästen aus Valognes in Stolberg gefeiert. Zur Unterbringung der Gäste aus Valognes werden noch private Unterkünfte in Gastfamilien gesucht.

So wie das Programm geplant ist, handelt es sich dabei im Wesentlichen um zwei Übernachtungen mit Frühstück (von Freitag bis Sonntag). Die Übernachtungen in Gastfamilien koordiniert der Geschäftsführer des Partnerschaftskomitees Stolberg-Valognes, Bernd Stapf. Bei Rückfragen oder Interesse können alle Leser (auch interessierte Nichtmitglieder) sich gerne bei Herrn Stapf melden: ☏ 99 7 64 63 und auf bstapf@stolberg-valognes.de. Bisher sieht das, teilweise gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den beiden anderen Partnerschaftskomitees Faches-Thumesnil und Stolberg/Harz geplante Programm, wie folgt aus: Am Freitag, 2. Oktober, zwischen 16 und 17 Uhr wird die Ankunft der Gäste aus Valognes vor dem Rathaus in Stolberg erwartet. Dort erfolgt die Aufteilung auf die Gastfamilien.

Das anschließende Abendessen Stolberg/Valognes findet um 19 Uhr im Hotel Stadthalle, Rathausstraße 77 statt. Anschließend erfolgt die Rückkehr in die Gastfamilien. Am Samstag, 3. Oktober, findet eine Fahrt nach Aachen zum neuen Stadtmuseum Centre Charlemagne mit zwei Führungen auf Französisch statt. Treffen ist um 9.30 Uhr auf dem Kaiserplatz. Die erste Führung beginnt um 10.30 Uhr (ggf. auch nur eine Führung in französischer Sprache und eine in deutscher).

Im Zinkhütter Hof findet ein gemeinsames Mittagessen aller drei Komitees in der Zeit von 13 bis 16.30 Uhr statt. Alternativ wird eine Stolberg-Stadtführung auf Französisch mit Fatima Küsters angeboten oder um 16.30 Uhr eine Baumpflanzung am Zinkhütter Hof. Angedacht ist ein Gedenkort aus drei Bäumen, in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit jeweils zehn Meter Seitenlänge, nach Idee der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Weitere Informationen auf www.sdw.de/projekte/einheitsdenkmal. Die offizielle Abendveranstaltung von 19 Uhr im Zinkhütter Hof mit Abendessen, verschiedenen Festreden endet mit dem „Großen Zapfenstreich“, unter der Mitgestaltung durch den Musikzug der Feuerwehr Stolberg um 22 Uhr. Anschließend kehren die Gäste zurück in die Gastfamilien.

Der Sonntag, 4. Oktober, beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kath. Pfarrkirche St. Josef, an der Höhenstraße 51 in Donnerberg. Gestaltet wird der Gottesdienst gemeinsam von Pastor Funken und Pfarrer Hinze. In der Gaststätte Friedrichs Ecke wird ab 11 Uhr das Mittagessen für die beiden Komitees Valognes und Faches-Thumesnil eingenommen. Die Verabschiedung und Abfahrt nach Valognes der Gäste wird dann um 13 Uhr erfolgen

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Großer Zapfenstreich zum 25. Jubiläum

Großer Zapfenstreich zum 25. Jubiläum

Partnerschaftskomitee Stolberg-Valognes sucht Gastfamilien für Anfang Oktober. Drei Tage Programm in der Kupferstadt.

Stolberg. Das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Stolberg und Valognes wird vom 2. bis 4. Oktober mit dem Besuch von circa 50 Gästen aus der Normandie in Stolberg gefeiert. Zur Unterbringung der Gäste aus Valognes werden noch private Unterkünfte in Gastfamilien gesucht. So, wie das Programm geplant ist, handelt es sich dabei im Wesentlichen um zwei Übernachtungen mit Frühstück (von Freitag bis Sonntag).

Die Übernachtungen in Gastfamilien koordiniert der Geschäftsführer des Partnerschaftskomitees Stolberg-Valognes, Bernd Stapf. Bei Rückfragen oder Interesse können alle Leser (auch interessierte Nichtmitglieder) sich gerne melden unter ☏ 9976463 und auf bstapf@stolberg-valognes.de.

Bisher sieht das, teilweise gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den beiden anderen Partnerschaftskomitees Faches-Thumesnil sowie Stolberg/Harz geplante Programm, wie folgt aus: Am Freitag, 2. Oktober, zwischen 16 und 17 Uhr wird die Ankunft der Gäste aus Valognes vor dem Rathaus in Stolberg erwartet. Dort erfolgt die Aufteilung auf die Gastfamilien. Das anschließende Abendessen Stolberg/Valognes findet um 19 Uhr im Hotel Stadthalle, Rathausstraße 77, statt. Anschließend erfolgt die Rückkehr in die Gastfamilien.

Am Samstag, 3. Oktober, findet eine Fahrt nach Aachen zum neuen Stadtmuseum Centre Charlemagne mit zwei Führungen auf Französisch statt. Treffen ist um 9.30 Uhr auf dem Kaiserplatz. Die erste Führung beginnt um 10.30 Uhr (eventuell auch eine französische und eine deutsche Führung).

Im Zinkhütter Hof findet ein gemeinsames Mittagessen aller drei Komitees in der Zeit von 13 bis 16.30 Uhr statt. Alternativ wird eine Stolberg-Stadtführung auf Französisch mit Fatima Küsters angeboten oder um 16.30 Uhr eine Baumpflanzung am Zinkhütter Hof. Angedacht ist ein Gedenkort aus drei Bäumen, in Form eines gleichseitigen Dreiecks mit jeweils 10 Meter Seitenlänge, nach Idee der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (weitere Informationen auf http://www.sdw.de/projekte/einheitsdenkmal).

Die offizielle Abendveranstaltung von 19 Uhr im Zinkhütter Hof mit Abendessen und verschiedenen Festreden endet mit dem „Großem Zapfenstreich“ unter der Mitgestaltung durch den Musikzug der Feuerwehr Stolberg um 22 Uhr. Anschließend kehren die Gäste zurück in die Gastfamilien.

Der Sonntag, 4. Oktober, beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kath. Pfarrkirche St. Josef an der Höhenstraße in Donnerberg. Gestaltet wird der Gottesdienst gemeinsam von Pastor Hans-Rolf Funken und Pfarrer Andreas Hinze. In der Gaststätte „Friedrichs Eck“ wird ab 11 Uhr das gemeinsame Mittagessen für die beiden Komitees Valognes und Faches-Thumesnil eingenommen. Die Verabschiedung und Abfahrt nach Valognes der Gäste erfolgt um 13 Uhr.

Weitere Infos im Netz unter

www.stolberg-valognes.de

https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/#/read/an-b2/20150626?page=13&article=386180447