Aktuelles

Gemeinsame Feier mit den Partnern

Gemeinsame Feier mit den Partnern

Stolberg gedenkt der Wiedervereinigung Deutschlands vor 25 Jahren mit Gästen aus den drei Partnerstädten

Von Dirk Müller

Stolberg. Es ist ein vierfaches Jubiläum, das die Kupferstadt mit vielen Gästen Anfang Oktober begeht: Der 25. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands wird im rheinischen Stolberg gemeinsam gefeiert mit den ebenfalls seit einem Vierteljahrhundert währenden Städtepartnerschaften der Kupferstadt mit Faches-Thumesnil und Valognes in Frankreich sowie Stolberg im Harz.

„Die Partnerschaft mit Faches-Thumesnil besteht eigentlich sogar schon seit 1989, aber wir haben entschieden, das Jubiläum gemeinsam zu feiern“, sagt Gisela Kopp vom Partnerschaftskomitee Faches-Thumesnil. „Um den Aufenthalt der Gäste und vor allem die würdigen Feierlichkeiten zu organisieren, planen wir das lange erste Oktoberwochenende seit einem Jahr in größerer Runde“, beschreibt Bürgermeister Tim Grüttemeier.

Höhepunkt des Festaktes anlässlich der Jubiläen Deutsche Einheit und Stolberger Städtepartnerschaften werde am Samstag, 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, eine zentrale Feier ab 19 Uhr im Museum Zinkhütter Hof sein. „Zu dieser Feier sind alle Interessierten herzlich eingeladen“, sagt Grüttemeier.

Zuerst Grußworte

Nach einem relativ kurzen offiziellen Teil mit Grußworten der Bürgermeister aus Stolberg im Harz, Faches-Thumesnil, Valognes und der Kupferstadt übernimmt die Combo der „Crack Field Stompers“ vom Ritzefeld-Gymnasium die musikalische Untermalung des Abends. „Alle Gäste sollen bei der Feier eineinhalb bis zwei Stunden lang die Gelegenheit haben, ausgiebig ins Gespräch zu kommen“, erklärt Grüttemeier. Für 22 Uhr sei ein großer Zapfenstreich mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg sowie den Musikzügen der Feuerwehren Stolberg und Eschweiler geplant. Schauplatz des Zapfenstreiches werde der Bernhard-Kuckelkorn-Platz vor dem Museum Zinkhütter Hof sein, auf dem an diesem Abend keine Parkplätze zur Verfügung stehen.

Beginnen werden die Feierlichkeiten allerdings bereits am Donnerstag, 1. Oktober. „Dann erwarten wir gegen 16 Uhr die Gäste aus Stolberg im Harz. Ab 19 Uhr findet das Partnerschaftsschießen bei den St.-Sebastianus-Schützen Stadtmitte an der Villa Lynen statt“, erläutert Lothar Janiec vom Freundeskreis Stolberg-Harz.

Für die 45 Gäste aus dem Harz stehe am Freitag, 2. Oktober, eine Tagesfahrt nach Bad Münstereifel und Bad Neuenahr auf dem Programm. Am selben Tag kommen auch die Besucher aus Valognes in der Kupferstadt an. „Wir erwarten rund 50 Gäste zwischen 16 und 17 Uhr und werden abends mit ihnen in der Stadthalle speisen“, sagt Dr. Stefan Schmitz vom Partnerschaftskomitee Valognes.

2014 seien Stolberger zu Besuch in Valognes allesamt privat untergebracht gewesen. „Dafür wollen wir uns jetzt revanchieren und sind sehr froh, dass alle Gäste aus Valognes an dem Wochenende der Feierlichkeiten bei Stolbergern übernachten können“, betont Schmitz. Der Bürgermeister der Kupferstadt richtet seinen Dank auch an die Bundeswehr: „Unsere Gäste aus dem Harz und aus Faches-Thumesnil sind teils in Hotels, teils privat und auch in der Donnerberg-Kaserne untergebracht.“

Die Besucher aus Valognes, die Stolberg bereits kennen, können am Samstag, 3. Oktober, eine Fahrt nach Aachen zum Centre Charlemagne unternehmen. Neue Gäste aus Valognes können sich alternativ von Fatima Küsters auf Französisch durch Stolberg führen lassen. Für die Gäste aus dem Harz ist die „Amtssprache“ bei der angebotenen Stadtführung Deutsch. Am Morgen des Tags der Deutschen Einheit komplettieren die Besucher aus Faches-Thumesnil die Gäste-Delegationen. „Sie bringen ein 25-köpfiges Orchester mit, so dass wir uns auf 70 Besucher freuen“, erklärt Kopp.

Mittags lädt die Kupferstadt dann zu einem gemeinsamen Mittagessen im Zinkhütter Hof ein. „Zu den insgesamt 250 geladenen Gästen zählen die Besucher aus den Partnerstädten ebenso wie Mitglieder der Partnerschaftskomitees, Vertreter von Verwaltung und Politik sowie Partnerfamilien, die Besucher aufnehmen“, führt Grüttemeier aus. Vor der öffentlichen zentralen Feier am Abend pflanzen Gäste und Gastgeber als symbolische Geste noch den Baum der Freundschaft.

Der Sonntag, 4. Oktober, beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St.-Josef Donnerberg, wo anschließend die Gäste offiziell verabschiedet werden. Vor der Rückfahrt können die französischen Besucher sich noch in der „Friedrichs Ecke“ stärken, und die Gäste aus Stolberg im Harz einen Imbiss in der Kleinen Offenen Tür Donnerberg zu sich nehmen.

„Zur zentralen Feier sind alle Interessierten herzlich eingeladen.“

Tim Grüttemeier,
Bürgermeister

„Wir erwarten rund 50 Gäste aus Valognes, die am Freitag bei uns eintreffen.“

Stefan Schmitz,
Partnerschaftskomitee

https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/#/read/an-b2/20150916?page=16&article=387040719

Deutsch-französischer Tag

Deutsch-französischer Tag: Tradition geht in die nächste Runde

Der Freundschaftstag zwischen diesen beiden Ländern findet jedes Jahr am 22. Januar statt. Ein Besuch bei den für die Partnerschaft Verantwortlichen.

Von Jana van Megeren

Eschweiler/Stolberg Deutschland und Frankreich feiern am Mittwoch den deutsch-französischen Tag und somit die Freundschaft der beiden Länder. Wie sieht es den in Eschweiler und Stolberg mit der deutsch-französischen Freundschaft aus?

In Stolberg kann man anstatt von einem deutsch-französischen Tag eher von einem deutsch-französischen Jahr sprechen, denn in der Stadt wird die Freundschaft das ganze Jahr über gepflegt. Die Partnerstädte Valognes und Faches-Thumesnil bilden die Basis des positiven deutsch-französischen Verhältnisses in Stolberg. Bereits seit 1989 bestehen die Städtepartnerschaften, sie sollen den Kontakt zwischen Bürgern untereinander und zwischen Schulen aus beiden Städten herstellen und unterstützen.

Die ersten Kontakte zwischen Faches-Thumesnil und Stolberg fanden bereits 1988 statt, noch bevor die offiziellen Partnerschaftsurkunden ausgetauscht wurden. Faches-Thumesnil liegt unmittelbar an der belgischen Grenze, in Nordfrankreich, und ist nur 300 Kilometer entfernt von Stolberg. Durch die geringe Entfernung hat die Partnerschaft mit Faches-Thumesnil einen entscheiden Vorteil. Ob am 1. Advent oder zu Karneval: Es sind immer wieder Tagesausflüge in die Partnerstadt möglich. Einer von vielen Gründen, warum die Partnerschaft in den vielen Jahren so erfolgreich war. Aber auch sportlich und kulturell hat die Stadt viel zu bieten. Mit einem Kulturzentrum, Museen und insgesamt 110 Vereinen mit 8000 Mitgliedern bei 17.000 Einwohnern, bietet die Stadt viele Möglichkeiten für Besichtigungen und Ausflüge. „Es geht darum, dass man aufeinander zugeht“, sagt Gisela Kopp vom Partnerschaftskomitee Faches-Thumesnil.

Vorurteile abbauen

Gerade in den Anfängen nach dem Krieg war der Kontakt sehr wichtig, um neue Freundschaften zu schließen und Vorurteile abzubauen. Am täglichen Leben teilzunehmen und die Möglichkeiten in die Familien zu gehen, war damals noch etwas Besonderes. „Früher gab es noch keine Austauschprogramme“, der Austausch und Kontakt mit anderen Menschen und Kulturen war noch um einiges schwieriger. Gerade deshalb freut sich Gisela Kopp über die vielen Freundschaften, die in den Jahren geschlossen werden konnten. Für sie ist klar: „Die Freundschaft ist das Wichtigste dabei!“. Auf die Frage, was eines der schönsten Erlebnisse war oder was ihr am meisten Spaß macht, hat Gisela Kopp keine genaue Antwort. Ob im Theater, am Rursee, im Museum oder im Spreewald, in den vergangenen Jahren gab es so viele Ausflüge, dass man keinen davon rauspicken könnte. Eine Sache ist aber auch für sie immer wieder besonders schön: „Die Freude in den Gesichtern wenn man aus dem Bus steigt“.

Ähnlich sieht es bei der Partnerschaft mit Valognes aus. Die kleine Gemeinde liegt rund 700 Kilometer entfernt von Stolberg im Département Manche in der Normandie. Damit hat die Stadt auch geschichtlich einiges zu bieten. Durch die Seelandung der verbündeten Kräfte sind die Strände der Départements Manche als Landungsstrände weltbekannt geworden. Diese historische Bedeutung spiegelt sich auch in dem Leitgedanken der Partnerschaft wider.

Der Verein Partnerschaftkomitee Stolberg-Valognes, welcher die Städtepartnerschaft pflegt, handelt unter dem Gedanken der Aussöhnung unter den Völkern Europas und glaubt an eine gemeinsame und friedliche Zukunft in Europa. Ziel ist es, die freundschaftlich Beziehung zu pflegen und insbesondere den Kontakt unter den Einwohnern der Städte zu fördern. Dem Verein ist besonders die menschliche Partnerschaft wichtig und nicht die institutionelle. Um diese Ziele zu erreichen, koordiniert der Verein Kulturveranstaltungen und Studienaufenthalte und ermöglicht Begegnungen bei Besuchen in Valognes oder bei Gegenbesuchen in Stolberg. Bei Kochkursen, Weinverkostungen oder Sprachkursen hat man die Möglichkeit, französische Luft zu schnuppern auch ohne zu vereisen. An den Veranstaltungen kann dabei jeder teilnehmen, unabhängig, ob er Mitglied des Vereins ist oder nicht.

„Für sprachliche Verständigung zu sorgen“, ist laut Dr. Stefan Schmitz, eine der zentralen Aufgaben des Vereins. Dadurch, dass der Vorstand Französisch spricht, können sprachliche Barrieren überwunden werden und Freundschaften auf allen Ebenen geschlossen werden. Ob ein gemeinschaftliches Fußballspiel des ASV Valognes gegen den SV Breinig oder eine Radtour des RC Dorff nach Valognes, für Stefan Schmitz steht fest: Eine Partnerschaft kann nur funktionieren, wenn man sich auch regelmäßig sieht. Deswegen freuen sich schon alle auf die Aktionen in diesem Jahr und besonders auf die Feier zum 30-jährigen Jubiläum im Juni.

An der belgischen Grenze

Auch in Eschweiler legt man viel Wert auf einen deutsch-französischen Austausch. Die Städtepartnerschaft mit Wattrelos besteht bereits seit 1975. Ähnlich wie Faches-Thumesnil liegt auch Wattrelos direkt an der belgischen Grenze in Nordfrankreich. Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Städten: Mit über 150 Vereinen hat das Vereinsleben auch in Wattrelos einen sehr hohen Stellenwert. Insbesondere kulturell hat die Stadt viel zu bieten. Verschiedene Veranstaltungen von Vereinen, ein Museum für Volkskunst der Marktplatz und der Stadtpark bieten zahlreiche Besuchsmöglichkeiten. Diese werden vom Partnerschaftsverein Eschweiler gerne wahrgenommen. Ob zu Karneval, dem Berlouffes-Fest oder zum Weihnachtsmarkt: Die Ausflüge in die Partnerstadt sind immer schnell ausgebucht.

Bei den Besuchen wird aber nicht nur gefeiert, auch politische Themen werden immer wieder diskutiert. Was halten die Anderen vom Brexit? Was sagen die Franzosen über die anhaltenden Proteste gegen Macron? Auch über solche Fragen wird sich bei den gegenseitigen Besuchen ausgetauscht. „Die Völkerverständigung zwischen den Ländern der EU darzustellen und zu pflegen“, darum geht es auch Hartmut Fröhlich, Vorsitzender des Partnerschaftsverein Eschweiler. „Eine Partnerschaft kann nur funktionieren, wenn sie aus Politik und Öffentlichkeit unterstützt wird“, betont Hartmut Fröhlich. Nur wenn die Leute auch Interesse an einem Austausch und an der anderen Kultur haben, kann eine Freundschaft langfristig bestehen. Der deutsch-französische Tag macht darauf noch einmal aufmerksam: auf die Freundschaft, die Gemeinsamkeiten aber auch auf die Unterschiede. Er weckt das Interesse an der anderen Kultur und spornt einen an, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen

.https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/#/read/an-b2/20200122?page=17&article=76162313

Aktuelles

Informationen zur Corona-Krise

Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Regelungen zur Eindämmung des Virus wirken sich leider auch auf das Vereinsleben und somit auf die geplanten Veranstaltungen des Partnerschaftskomitees aus.

So konnten wir bereits unsere diesjährige Mitgliederversammlung, die für den 19. März 2020 geplant war, nicht durchführen. Glücklicherweise stehen in diesem Jahr zumindest keine Vorstandswahlen an.

Auch der Vortrag zum Thema „Die Französische Zeit Stolbergs 1794-1814“ von Stadtarchivar Christian Altena am 26. Mai 2020 muss leider abgesagt werden. Wir hoffen, ihn zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können.

Ganz besonders bedauern wir, dass unsere französischen Freunde uns nun nicht wie vorgesehen zum Jubiläum „30 Jahre Städtepartnerschaft 1990-2020“ am Wochenende vom 19. bis 22. Juni 2020 besuchen können. Der Vorstand des dortigen Comité de Jumelage hatte dies schweren Herzen beschlossen – eine traurige Nachricht, aber eine absolut vernünftige und nachvollziehbare Entscheidung. Wir alle hoffen, dass der Besuch in besseren Zeiten nachgeholt werden kann.

Einen Blick auf Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte wagen wir zur Zeit noch nicht. Hier werden wir die weiteren Entwicklungen der kommenden Wochen und Monate abwarten müssen, bevor eine Entscheidung zur Durchführung von Veranstaltungen im späteren Verlauf des Jahres getroffen werden kann.

Bleiben Sie gesund!

Kochevents im November 2019

Mit regem Interesse wurden auch in diesem Jahr wieder die lehr- und genussreichen Kochevents am 9.11. bzw. am 16.11. besucht. Beim gemeinsamen Kochen und Essen gab es bei leckerem Wein aus der Bodega wieder Gelegenheit für viele nette Gespräche in lockerer Runde.

zu Besuch in Valognes 2019

Friedliches Miteinander sichert das Überleben

Delegation aus Stolberg reist nach Valognes. Partnerstadt feiert 75. Jahrestag der Befreiung. Kranzniederlegung.

Stolberg/Valognes „Nur wenn wir es schaffen, friedlich miteinander zu leben, werden wir gemeinsam überleben können“, sagt Karina Wahlen bei den Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung der Stolberger Partnerstadt Valognes am 20. Juni 1944, nachdem sie ein Gebinde am Ehrenmal niedergelegt hatte. Zwischen den einstigen Erzfeinden Deutschland und Frankreich sei dies gelungen, so die stellvertretende Bürgermeisterin an der Spitze einer starken Delegation aus der Kupferstadt, die der Einladung aus Valognes gefolgt war.

Bürgermeister Jacques Coquelin warnte in seiner Ansprache vor Extremismus und Faschismus auch in heutiger Zeit, und appellierte eindringlich die demokratischen Werte und die europäische Freundschaft zu leben. Ebenso Kränze legten neben Coquelin als Vertreter des seit 29 Jahren bestehenden Partnerschaftskomitee Valognes-Stolberg, Jean-Marie Mutte und Burghart Klein, Kelly Webb, stellvertretende Bürgermeisterin von Valognes Partnerstadt Wimborne Minster, sowie der ehemalige Landwirtschaftsminister Stéphane Travert, Jean-Louis Valentin, Präsident der Gemeinschaft der Halbinsel Contentin bei der feierlichen Gedenkstunde nieder.

Die Einladung von Valognes, der auch die Combo der Crackfield Stompers des Ritzerfeld-Gymnasiums gefolgt sind, ist verbunden mit einem informativen und geselligen Rahmenprogramm, das den Autausch zwischen den Menschen fördert. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in einer unserer nächsten Ausgaben. (-jül-)

Gedenken – und die Freundschaft gefeiert

Stolberger Delegation besucht Valognes zum 75. Jahrestag der Befreiung. 29. Jahr der Städtepartnerschaft ein Beweis der Versöhung.

Von Jürgen Lange

Stolberg Als im Morgengrauen des 4. Juni die Alliierten an den Stränden der Normandie landen, stehen Valognes schwere Stunden bevor. Die Befreiung vom NS-Regime geht einher mit schweren amerikanischen Bombardements vom 6. bis 8. Juni. 75 Prozent des „Versailles der Normandie“ werden zerstört – darunter die Kirche Notre Dame aus dem 14. Jahrhundert mit der einzigen gotische Kuppel Frankreichs. Rund 300 Menschen starben – Einheimische, Flüchtlinge und Soldaten. Erst am 20. Juni 1944 zieht der Frieden ein in der Partnerstadt von Stolberg, das verbunden mit schweren Kämpfen am 20. September 1944 als erste deutsche Stadt durch amerikanische Truppen befreit wurde.

Es ist der 75. Jahrestag seiner Befreiung, den Valognes am Wochenende feierte und nicht nur die Vertreter seiner Partnerstädte einlud. Neben der von der stellvertretenden Bürgermeisterin Kelly Webb angeführten Delegation aus Wimborne Minster im englischen Dorset und der gut 50-köpfigen Abordnung aus der Kupferstadt mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Karina Wahlen sowie den Ratsmitgliedern Paul Kirch, Fritz Thiermann und Michael Thomas sowie Walter Wahlen und Stephan Artz vom städtischen Hauptamt an der Spitze ist eine amerikanische Familie aus dem Raum Boston angereist. Im Mittelpunkt steht Helen O’Neil, die Schwester von Kenneth MacDonald. Der kaum 21 Jahre junge Soldat war mit der 79. US-Division auf Utah Beach gelandet und wurde am 19. Juni im nahen Yvetot-Bocage durch Maschinengewehrfeuer schwer verwundet. Er starb am Tag der Befreiung im Lazarett in Valognes.

Aus der Vergangenheit lernen

An diese Opfer wurde beispielhaft bei den Gedenkveranstaltungen am Rathaus und auf dem gegenüberliegenden Jacques-Lemarinel-Platz mit seinem ausdrucksstarken Ehrenmal gedacht.

Jacques Lemarinel war mit 17 Jahren der Jüngste aus einer Gruppe von Freunden aus Valognes, die 1943 zu einer waghalsigen Flucht über die Kanalinseln in Richtung England aufbrachen, um sich dort der Freien Französischen Division anzuschließen. Er kämpfte in Nordafrika und Italien, wo er auf den Tag genau vier Jahre nach seiner Abreise am 18. Juli 1944 beim Angriff auf Fontevetriana getötet wurde. Er steht beispielhaft für eine Reihe von Söhnen und Töchtern Valognes, die den Zweiten Weltkrieg nicht überlebten.

„Valognes musste das Andenken an einen seiner Söhne ehren, indem es diesem Platz seinen Namen gab, auf dem das Denkmal für die Toten errichtet wurde“, sagt Bürgermeister Jacques Coquelin. Am 11. November 1984 wurde in einer bewegenden Zeremonie in Anwesenheit seiner drei Kameraden eine Gedenktafel erhüllt. Jetzt zu den Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung präsentiert sich der Jacques-Lemarinel-Platzkomplett neu gestaltet – „im Geiste der Besinnung“, sagt Coquelin stolz.

Mit feierlichem Stolz und ganz im Sinne eines vereinten und friedlichen Europa zelebrieren die franzöischen Partner die Gedenkfeier am Ehrenmal.

Eine Gruppe in lokaler Tracht zieht der Fahnenabordnung der Veteranen voran, vorbei an der Aufstellung der Feuerwehr. Bürgermeister Jacques Coquelin und Stéphane Travert aus dem nahen Carentan, Deputierter der Nationalversammlung und bis Oktober 2018 Landwirtschaftsminister in Paris, durchschneiden das im nationalen blau-weiß-rot gehaltene Band zur Einweihung des Platzes bevor die eigentliche Gedenkfeier mit militärischen Kommandos und musikalischem Salut beginnt.

Aber sie stehen Seite an Seite, die Feinde von einst und die Freunde von heute. Karina Wahlen und Kelly Webb direkt in der ersten Reihe neben Coquelin und den weiteren Würdenträgern aus der Stadt und der Region. In kurzen Ansprachen wird den Schrecken des Krieges gedacht und zugleich die Freundschaft von heute betont, bevor die Gestecke und Kränze niedergelegt werden. Zuerst von den Veteranen, dann vom Partnerschaftskomitee Wimborne Minster. Darauf folgen Burghart Klein und Jean-Marie Mutte vom Komitee Stolberg-Valognes, die sich auf dem Rückweg vom Ehrenmal freundschaftlich umarmen.

Es folgt Jean-Louis Valentin, als Präsident der Gemeinschaft auf Cotentin, Kelly Webb und Karina Wahlen sowie zum Abschluss Jacques Coquelin als Vertreter der Kommunen. Die Nationalhymnen werden gespielt – zuerst die deutsche, dann die amerikanische, britische und französische. Dabei darf auch die Combo der Crackfield Stompers des Ritzefeld-Gymnasiums gemeinsam mit den Absolventen der Musikschule Valognes die Hymnen anstimmen.

„An der Wahlurne offenbart“

Es schließt sich ein Empfang auf der Freitreppe des Rathauses an, bei dem Coquelin nochmals das Wort ergreift und auch der jungen Deutschen gedenkt, die den Krieg nicht überlebt haben, als Opfer einer Grippe von Fanatikern und einer Ideologie, die auf Hass und Obskurtantismus basiert“. Es seien keine Nationen gewesen, die während des Zweiten Weltkriegs aufeinander getroffen sind, es sind keine Völker; es sind zwei Ideologien: Die eine basiert auf Demokratie und Freiheit, die andere auf Totalitarismus und Antisemitismus, so Coquelin, der daran erinnert, dass „der Nationalsozialismus der Welt durch die Wahlurne offenbart wurde“. Er mahnte: „Wenn wir solche Lehren wieder sehen würden, hätte ich das Gefühl, dass alle diese Opfer, die wir ehren, tatsächlich umsonst gestorben wären“:

„Die Toten sind Mahnungen für die Lebenden“; sagt auch Karina Wahlen in ihrer auf Deutsch und Französisch gehaltenen Ansprache. „Auch heute nach 75 Jahren ist es unverzichtbar und wichtig, sich mit den vergangenen Ereignissen zu befassen. „Vor allem ist die Jugend mit dieser Thematik zu befassen“; sagte Stolbergs stellvertretende Bürgermeisterin, erinnerte an die Taten der Hitler-Diktatur und an die Anstrengungen und Opfer, die die freien Welt auf sich genommen hat, um Europa von dieser Gewaltherrschaft zu befreien.“ Diesen Opfern verdanke Deutschland heute seine Demokratie, deren Existenz nicht in Frage gestellt werde.

Aber auch heute noch werde auf der Welt die Würde des Menschen missachtet und grundlegende Menschenrechte, die ihren Ursprung in der französischen Revolution haben, mit Füßen getreten, mahnte Wahlen: „Nur wenn wir es gemeinsam schaffen, friedlich miteinander zu leben, werden wir gemeinsam überleben können.“ Die Völker müssten sich deshalb versöhnen, ihren alten Zwist begraben und ihren Hass ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen, mahnte Karina Wahlen: „Zwischen den einstigen Erzfeinden Frankreich und Deutschland ist dies gelungen. Als Beweis dafür stehen wir heute als Freunde Hand in Hand und gedenken der furchtbaren Auswirkungen, die der Zweite Weltkrieg über uns alle gebracht hat.“

Kontakte intensiv gepflegt

Aber die Gedenkfeierlichkeiten sind nicht der einzige Beweis für die gelebte Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland, zwischen Valognes und Stolberg. Das ist schon bei der Ankunft des Reisebusses am Donnerstagabend zu beobachten. Auf dem großen Place du Château warten die französischen Freunde ungeduldig auf die Besucher, die mit großem Hallo und Umarmungen in Empfang genommen werden. Die meisten kennen einander länger, wer sich noch nicht kennt, wird sich während der knapp vier Tage schnell kennen und schätzen lernen. Gemeinsam wird in den Familien gegessen oder im Hotel de l‘Agriculture, wo die offiziellen Vertreter von Komitee und Kommunen sich treffen. Andere erkunden die malerisch wieder aufgebaute Stadt mit ihren alten Palais und Kalksteingebäuden, Gärten und Plätzen.

Beim Treffen am nächsten Morgen gesellen sich auch die Stolberger zur Gruppe, die individuell angereist sind. Es ist eine bunt gemischte Truppe aus Franzosen und Deutschen, die gemeinsam die Ausstellung der Maison du Biscuit in Sortosville-en-Beaumont, ein Süßwarenproduzent, besichtigt, in der Bucht von Sciotot zu Mittag isst, wobei trotz warmer Temperaturen die Zeit für ein Bad im blauen Meer fehlt, und sich in die Geheimnisse der Calvados- und Cidrerie-Distillerie von Théo Capelle in Sotteville einweihen lässt.

Für den Abend hat das Komitee aus Valognes zum gemeinsamen Essen in den Saal du Château eingeladen. Gemischt nehmen an den Tischen in dieser Mehrzweckhalle rund 150 Personen Platz. Während traditionellen Vorspeisen angerichtet sind und Lammkeulen über offenem Feuer vor dem Saal gegrillt werden, bleibt ausreichend Zeit zum Austausch reichhaltiger Geschenkpakete und einiger Ansprachen.

Es drängt sich das Bild vor Augen, das Francois Mitterrand und Helmut Kohl 1984 Hände haltend auf einem Soldatenfriedhof in Verdun geprägt haben: die Verständigung über Gräben und Gräber hinweg. Burghart Klein und Jean-Marie Mutte erinnern an den Freundschaftsvertrag, den Konrad Adenauer und Charles de Gaulle 1963 im Elysee-Vertrag formulierten, der im Januar in Aachen von Emmanuel Macron und Angela Merkel bekräftigt wurde.

„Freundschaft ist wichtiger und besser als Krieg und Diktatur“, betont Klein als Stolberger Komitee-Vize. In 29 Jahren der Partnerschaft seien aus ersten netten Begegnungen intensive Freundschaften enstanden. „Der Freundschaftsvertrag ist nur Papier, wenn nicht die Komitees und Verwaltungen daran arbeiten, dass er mit Leben gefüllt wird“.

Erstmals auch auf Deutsch wandte sich Jean Marie Mutte an die Gäste, spricht von der „tiefen Freundschaft, die uns seit vielen Jahren verbindet.“ Der Elysee-Vertrag sei die Basis für das Vertrauen und die Freundschaft der beiden Nationen. Besonders wichtig dabei sei, dass „die Bürger einander näher kommen“ und in besonderem Maße die Jugend. Seitdem wurden viele Partnerschaften geschlossen. „Heute begehen wir mit Feierlichkeit und Geselligkeit diese Bezieung, die es uns ermöglicht hat, starke und dauerhafte Freundschaften aufzubauen“, sagte Mutte, und es ist kein Zufall dass die Europa-Hymne laut mitgesungen wird – auf Französisch und auf Deutsch. Dazu greift die Combio der Crackfield Stompers zu den Instrumenten, die mit weiteren Kostproben ihres Könnens die Teilnehmer begeistert. Noch lange sitzt man zusammen, um den Worten gemeinsame Taten folgen zu lassen.

Ausgelassene Parade

Das gilt auch für den Nachmittag nach den offiziellen Feierlichkeiten, als eine bunte Parade mit Musikern der Musikschule von Valognes und der Gruppe Reuz-Bonbons durch die Stadt zieht – und in rosafarbenen Kostümen von Herzen den Gainsborough-Song und weitere Ohrwürmer wie „Les Bêtises“ von Sabine Paturel in mitreißenden Arrangements an jeder Ecke zum Besten geben.

Die Parade mündet im Konzert der Musikschule und weiterer Gruppen im Stadtgarten, wo am Abend auch die selbstbewusste Ritzefeld-Combo einen begeisternden Auftriff feiern kann. Konzerte bestimmen neben einem Gottesdienst den Sonntagmorgen bevor die Stadt Valognes alle Partnerschaftskomitees zum gemeinsamen Mittagessen einlädt. Danach fällt der Abschied von den Freunden aus Frankreich nach bewegenden Tagen schwer.

https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/stolberg/stolberg-reisen-zum-75-jahrestag-der-befreiung-nach-valognes_aid-39611325

Feuer in der Kathedrale Notre-Dame de Paris

Stolberger trauern mit Menschen in Paris

Aber: Für einen Einsatz an einem Wahrzeichen in Stolberg ist die Feuerwehr gerüstet. Übungen auf der Burg.

Von Sonja Essers
und Jürgen Lange

Stolberg Genau 429 Kilometer und über viereinhalb Stunden Fahrt liegen zwischen der Stolberger Burg und dem Pariser Wahrzeichen Notre-Dame. Am Montagabend ereignete sich dort ein Unglück, das nicht nur die Menschen in der französischen Hauptstadt in tiefe Trauer versetzte. Der Schock über den Brand der Kathedrale sitzt auch in Stolberg tief – vor allem bei den Menschen, die sich mit Frankreich eng verbunden fühlen.

Einer von ihnen ist Alexandre Moreau. Er betreibt einen Weinhandel in der Stolberger Altstadt und hat hier ein neues Zuhause gefunden. Ursprünglich kommt er jedoch aus Paris. Die Nachricht über den Brand der Kathedrale hat ihn schockiert. „Ich bin traurig. Alle Menschen in Frankreich sind traurig“, sagt er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Über verschiedene Medien habe er von dem Vorfall gehört und sich am Montagabend direkt mit seiner Familie und seinen Freunden in Verbindung gesetzt, die in Frankreich leben. Auch sie habe das Ereignis schwer getroffen. „Notre-Dame ist ein sehr wichtiges Wahrzeichen für Frankreich“, sagt Moreau. In den sozialen Medien hat er seiner Trauer ebenfalls Ausdruck verliehen und als Symbol des Mitgefühls eine weinende Marianne – die Nationalfigur der französischen Republik – gepostet. Er hofft nun, dass sich Paris von diesem Schicksalsschlag schnell wieder erholt. „Am Montagabend haben sich viele Menschen in Paris getroffen, gebetet und gesungen. Das war eine schöne Geste“, sagt er.

Enger Austausch

Alexandre Moreau ist allerdings nicht der einzige Stolberger, der sich Frankreich tief verbunden fühlt. Durch die Partnerschaft zu gleich zwei französischen Städten ist Stolberg in engem Kontakt mit Frankreich. Dr. Stefan Schmitz, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Stolberg-Valognes, steht auch in diesen Tagen mit den Freunden in Frankreich in engem Austausch. Gestern erst tauschte er sich mit Jean-Marie Mutte (Vorsitzende des dortigen Comité de Jumelage Valognes-Stolberg) zum Brand von Notre-Dame in Paris aus. „Die Bestürzung hat ganz Frankreich erfasst – auch Valognes“, erklärte er auf Nachfrage unserer Zeitung. Weitere Reaktionen aus Valognes gebe es derzeit allerdings noch nicht. Mutte würde ihn allerdings auf dem Laufenden halten und darüber informieren, ob die französische Partnerstadt beispielsweise eine Spendenaktion veranstalten würde.

„Ich bin traurig. Alle Menschen in Frankreich sind traurig.“

Alexandre Moreau,

Weinhändler aus Paris

Und wie ist es eigentlich um die Stolberger Kirchen bestellt? Vergleichbar mit der Kathedrale Notre-Dame seien diese nicht, meint Stolbergs Feuerwehr-Chef Andreas Dovern. Denn: „Diese Dimensionen und Gebäudehöhen haben wir bei den Kirchen in Stolberg nicht. Bei unseren Kirchenhöhen wäre das mit den üblichen Einsatzkräften – also vermutlich mit einem Gesamtwehralarm – zu bekämpfen“, sagt Dovern. Und es gibt noch einen weiteren Unterschied. Die Gebäude in Stolberg sind auch nicht so alt, wie die Kathedrale in Paris. Die ersten Kapellen, die errichtet wurden, stammen im frühesten Fall aus dem Jahr 1521. So beispielsweise in Zweifall (siehe Infobox). Diese gibt es mittlerweile allerdings schon gar nicht mehr. Die älteste Kirche im Stadtgebiet ist die Vogelsangkirche. Sie entstand im Jahr 1648 und ist damit über 300 Jahre jünger als Notre Dame. Dennoch sei die Bausubstanz der Gebäude, die sich mit heutigen Häusern nicht vergleichen lässt, eine Herausforderung, sagt Dovern. In diesen Fällen sei es wichtig, dass die Einsatzpläne so vorbereitet und erstellt würden, dass genügend Personal und Material für die Einsätze vorhanden wäre.

Die meisten Kirchen bereiten der Stolberger Feuerwehr nur wenige Sorgen. Das Wort Probleme nutzt Dovern nur ungern. Vielmehr spricht er von Herausforderungen und die gebe es im Stadtgebiet vermehrt – beispielsweise in Gebäuden wie der Burg, der Altstadt wegen ihrer engen Bebauung allgemein oder Objekten mit erhöhter Personenzahl, wie beispielsweise dem Bethlehem-Gesundheitszentrum. Aus diesem Grund verfügt die Stolberger Feuerwehr auch über Einsatzpläne dieser Einrichtungen.

„Sehr gut aufgestellt“

Ereignet sich dort ein Notfall, werden diese auch immer mit mehr Personal angefahren als vielleicht sonst gebraucht wird. Würde nämlich tatsächlich der Ernstfall eintreten und eines dieser Gebäude in Flammen stehen, kümmern sich die Einsatzkräfte zunächst um die Rettung der Personen. Dann steht die Rettung der Sach- und Kulturgüter im Fokus sowie im Anschluss die Brandbekämpfung.

„Die Bestürzung hat ganz Frankreich erfasst – auch Valognes.“

Dr. Stefan Schmitz,

Partnerschaftskomitee Stolberg-
Valognes

Übungen auf der Stolberger Burg hätten in der Vergangenheit bereits stattgefunden. „Die Mitglieder unserer haupt- und ehrenamtlichen Wehr sind diesbezüglich sehr gut aufgestellt“, sagt Dovern. Zudem finden dort regelmäßig Begehungen statt. Die Burg sowie das Museum in der Torburg verfügen über zwei Brandmeldeanlagen. In den vergangenen fünf Jahren hätten diese die Feuerwehr allerdings nur aufgrund technischer Probleme auf den Plan gerufen. Sollte es dort tatsächlich einmal zu einem Dachstuhlbrand kommen, würde ein Innenangriff anstehen, bei dem von innen nach außen abgelöscht würde. Funktioniere das nicht, würde man auf einen Außenangriff, beispielsweise über Wasserwerfer von der Drehleiter aus, zurückgreifen – wie in Paris. „Dort sind es Dimensionen, die wohl kaum für uns vorstellbar sind“, sagt Dovern. Allerdings weiß er, dass die Kollegen in Frankreichs Hauptstadt dafür bestens ausgebildet sind. Schließlich gelte die Pariser Feuerwehr nach den Einsatzkräften in New York weltweit als beste Feuerwehr.

https://epaper.zeitungsverlag-aachen.de/2.0/#/read/an-b2/20190417?page=12&article=52476747